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Angélus Blonde aus Erquelinnes: vom Malz bis zum Hopfengarten

Ein ungefiltertes lokales Bier aus reinem Malz, in Erquelinnes gebraut und abgefüllt – im Mittelpunkt eines Familienprojekts, das Brauwissen vermittelt.

Die hängenden Gärten und die Oberstadt von Thuin im September 2018: eine Landschaft des Arrondissements, zu dem Erquelinnes gehört

Diese Angélus kommt aus Erquelinnes

Die hier vorgestellte Angélus Blonde stammt von der Brauerei in Erquelinnes, die auch unter dem Namen Alain Brootcoorens bekannt ist. Sie darf nicht mit französischen Marken ähnlichen Namens verwechselt werden. Der Eintrag von Hainaut Terre de Goûts beschreibt sie als obergäriges, ungefiltertes helles Bier mit 7 % Alkohol, das ausschließlich mit Malz gebraut wird. Gebraut und abgefüllt wird vor Ort, in dieser Gemeinde des Arrondissements Thuin im Landschaftsraum der Sambre.

Vor der Brauerei kam die Garage

Das Porträt des Herstellers auf der Website der Provinz erzählt von einer Leidenschaft, die Anfang der 1990er-Jahre mit Rezeptversuchen in einer Garage begann. Im Dezember 2000 entstand die Brauerei. Es handelt sich also um ein jüngeres Projekt, das nach und nach vor Ort Wurzeln geschlagen hat, nicht um eine alte, bis heute betriebene Klosterbrauerei. Dieselbe Darstellung betont die Weitergabe von Wissen und die Herstellung individueller Sude. So kann ein Biername auch zum Treffpunkt für Vereine und Einwohner werden – weit über die einzelne Flasche hinaus.

Den Charakter erklären, ohne Aromen zu erfinden

Die belegten Eigenschaften sind ein helles Bier aus reinem Gerstenmalz und der Verzicht auf Filtration. Getreide, Hopfenverarbeitung und Gärung bieten drei Anhaltspunkte, um seinen Charakter zu verstehen. Die konsultierten institutionellen Quellen veröffentlichen für dieses Bier keine ausführliche Aromenliste. Auch ein lokales Bier verdient eine genaue Beschreibung, selbst wenn dabei die Herstellungsentscheidungen im Vordergrund stehen und nicht ein unbestätigter Katalog sensorischer Eindrücke.

Hopfen nicht nur auf dem Etikett

Das Tourismusbüro beschreibt ein Hopfenfeld und einen Lehrgarten, die zum Standort gehören. Hier wird die Pflanze zu mehr als einem Begriff auf einem Verkostungsblatt. Das Angebot verbindet den Anbau mit dem Rohstoff und dessen Verwendung beim Brauen. Ein Hopfenfeld vor Ort bedeutet allerdings nicht, dass jede Flasche ausschließlich den unmittelbar vor der Brauerei angebauten Hopfen enthält. Eine solche Aussage müsste gesondert beim Hersteller überprüft werden. Vor allem bietet der Garten einen anschaulichen Zugang zu diesem lokalen Projekt.

Eine Geschichte der Sambre, der man vor Ort nachgehen kann

Das Provinzporträt erwähnt außerdem eine Bruderschaft, deren Symbol das Werkzeug des Schiffsführers mit dem Maischholz des Brauers verbindet. Diese kleine Geschichte verknüpft das Brauen mit der Flusslandschaft, ohne das Bier zu einem historischen Rezept der Schifffahrt zu erklären. Erkundigen Sie sich direkt nach Besichtigungsmöglichkeiten und Veranstaltungen. Ein in touristischen Unterlagen beschriebener Garten ist keine Garantie für einen jederzeit freien Zugang.

Bitte in Maßen genießen.

Fotos und Bildnachweise

Foto 1 — Die hängenden Gärten und die Oberstadt von Thuin im September 2018: eine Landschaft des Arrondissements, zu dem Erquelinnes gehört. Jmh2o · CC BY 4.0 · Quelle.

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