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Fagnes Blonde: Mariembourg aus der Nähe der Braukessel

Früher hieß sie Super des Fagnes. Heute lässt sich dieses helle Bier mit 7,5 % in Mariembourg zwischen lebendiger Brauerei, Familiengeschichte und feinen Gewürzen entdecken.

Außenansicht der Brasserie des Fagnes in Mariembourg, 2006

Ein helles Bier, das den Brauprozess näherbringt

In Mariembourg hat die Fagnes Blonde einen besonderen Reiz: Sie führt vom fertigen Bier zurück zu seiner Herstellung. Die Brasserie des Fagnes liegt an der Route de Nismes in der Gemeinde Couvin im Süden der Provinz Namur. Hier kann man die Anlagen ansehen, die Arbeitsschritte kennenlernen und sich anschließend vor Ort zu Tisch setzen. Mir gefällt dieser Zugang zu einem regionalen Produkt: Die Landschaft bleibt kein Bild auf dem Etikett, sondern wird zu einer Station des Tages.

Vielleicht kennen Sie das Bier noch unter dem Namen Super des Fagnes. Das Haus hat die Namen seines Sortiments 2017 vereinfacht; heute heißt es Fagnes Blonde. Zur jüngeren Geschichte gehört Frédéric Adant, der Super des Fagnes 1994 zum Abschluss seines Studiums wiederbelebt. 1998 eröffnet die Brauerei in Mariembourg. Die Familiengeschichte des Herstellers erläutert diese Entwicklung, ohne die Entstehung einer Marke mit der Eröffnung ihrer Produktionsstätte gleichzusetzen.

Gewürze, Rundheit und ein wenig Neugier

Dieses goldene helle Bier hat 7,5 % Alkohol und einen cremigen Schaum. Die Brauerei beschreibt einen duftigen, leicht würzigen Geruch, bei dem Koriander und Lakritz erkennbare Anhaltspunkte geben. Zur Zusammensetzung gehört außerdem Orangenschale. Am Gaumen lässt sich verfolgen, wie diese aromatischen Akzente auf den Malzkörper treffen und welche Eindrücke nach dem Schluck bleiben. Das technische Datenblatt nennt 22 IBU. Das hilft, die Bitterkeit einzuordnen, beschreibt aber für sich allein weder das gesamte Gleichgewicht noch den Abgang.

Ich würde zum Kennenlernen ein Stück Käse und Brot dazu reichen und mir ein paar Minuten Zeit nehmen, um über die erkannten Aromen zu sprechen. Das ist ein Vorschlag zur Begleitung, den Sie gern abwandeln können. Die Brauerei empfiehlt 6 bis 10 °C. Kühl serviert und im Glas etwas wärmer werdend, erlaubt das Bier einen einfachen Vergleich zwischen dem ersten Eindruck und den letzten Schlucken.

Vergangenheit und Gegenwart bei demselben Besuch

Die Herstellung beruht auf Obergärung und Nachgärung in der Flasche. Das technische Datenblatt von 2025 nennt insbesondere Gerstenmalz, Hallertauer Hopfen und die drei Gewürze. Im Museum setzt eine andere Geschichte an: Die alte Brauerei Degauquier aus Chimay, die von 1858 bis 1977 tätig war, zeigt Werkzeuge aus einer anderen Zeit. Eine reizvolle Besonderheit dieses Ortes: Eine Brauerei in der Provinz Namur bewahrt so die Erinnerung an ein Haus aus Chimay.

Danach lassen sich die modernen Produktionsanlagen betrachten. Eine selbstständige Besichtigung wird während der Öffnungszeiten angeboten, außerdem können Führungen gebucht werden. Ein Rohrsystem verbindet die Tanks direkt mit den Zapfhähnen der Bar für die vor Ort ausgeschenkten Biere. Informieren Sie sich vor Ihrer Anreise über die offiziellen Besuchsbedingungen. Besonders anschaulich ist die Begegnung, wenn sie mit der Arbeit der Brauer zusammenfällt.

Fotos und Bildnachweise

Foto 1 — Außenansicht der Brasserie des Fagnes in Mariembourg, 2006. Sietske~commonswiki · Gemeinfrei — PD-self · Quelle.

Foto 2 — Alte Brauereimaschinen im Museum der Brasserie des Fagnes in Mariembourg, 2006. Sietske~commonswiki (Originalfassung von 2006, in der Versionsgeschichte auf Commons erhalten) · Gemeinfrei — PD-self · Quelle.

Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Erwachsene. Bitte in Maßen genießen.

Alte Brauereimaschinen im Museum der Brasserie des Fagnes in Mariembourg, 2006
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