top of page

Lupulus Blonde: der Wolf von Courtil zeigt Charakter

In Courtil verbindet dieses helle Bier mit 8,5 % Zitrusnoten, krautige Anklänge und feine Bitterkeit – in einer Familienbrauerei, die Neugierige willkommen heißt.

Sudhaus von Lupulus in Courtil, aufgenommen 2017

Ein helles Bier aus dem Dorf

In Courtil in der Gemeinde Gouvy erzählt Lupulus von einer weiteren Seite der Bierkultur der Provinz Luxemburg. Der Wolf im Emblem kündigt ein charaktervolles Bier an. Vor allem macht der Ort aber neugierig auf eine Familiengeschichte. Die Brauerei bestätigt, dass ihre Biere in diesem Dorf im Norden der Provinz gebraut werden. Mir gefällt diese Genauigkeit: Ein auf einer Getränkekarte entdeckter Name lässt sich so mit einem Ziel verbinden, an dem man die Arbeit kennenlernen kann.

Die erste Anlage entsteht 2003 unter dem Namen Les Trois Fourquets, um das benachbarte Bistro zu versorgen. 2007 entwickeln Pierre Gobron und seine Söhne Julien und Tim die Lupulus, unter anderem in einer 75-cl-Champagnerflasche. 2016 übernimmt auch die Brauerei den Namen Lupulus. Die offizielle Familiengeschichte bietet damit einen klaren roten Faden: ein für die Region gedachtes Bier und anschließend ein Haus, das um dieses Bier wächst.

Zitrusfrüchte und krautige Noten

Lupulus Blonde hat 8,5 % Alkohol. Die Brauerei beschreibt eine leicht verschleierte goldene Farbe unter elfenbeinfarbenem Schaum. Im Duft dominieren Zitrusfrüchte und krautige Noten. Am Gaumen begleitet eine präsente, aber feine Bitterkeit den erfrischenden Charakter; eine an Thymian erinnernde Nuance ergänzt das Profil. Im Abgang lässt sich das Wiederkehren pflanzlicher und bitterer Eindrücke verfolgen. Dauer und Intensität werden allerdings individuell unterschiedlich wahrgenommen.

Diese Merkmale stammen aus der offiziellen Beschreibung von Lupulus Blonde. Sie bieten eine Orientierung, ohne eine selbst erlebte Verkostung vorzutäuschen. Ich würde ein Gericht mit Kräutern oder einen nicht zu kräftigen Käse dazu versuchen, um die Verbindungen zwischen Teller und Glas zu beobachten. Die 75-cl-Flasche lädt zum Teilen ein: Eindrücke lassen sich austauschen, ohne zu einem gemeinsamen Urteil oder derselben Aromenliste kommen zu müssen.

Moderne Anlagen und sichtbare Geschichte

Der Hersteller beschreibt dieses helle Bier als handwerklich gebraut, ungefiltert und in der Flasche nachgegoren. Diese zweite Gärung setzt die Arbeit nach der Abfüllung fort. Bei einer Besichtigung werden die einzelnen Etappen in modernen Anlagen verständlich, an einem Standort, der weiterhin von einem ardennischen Bauernhof geprägt ist. Ältere Fotos der kleinen Brauerei dokumentieren daher eine frühere Projektphase und nicht den heutigen Brauraum.

Eine schöne Besonderheit setzt diese Geschichte des Wandels fort: Die frühere Brauerei beherbergt heute eine Käserei. Die beim Brauen verbleibenden Malzrückstände, die Treber, dienen Kühen eines benachbarten Hofs als Futter. Ein Teil ihrer Milch kommt zurück und wird zum Grand Lupulus verarbeitet. Die Vorstellung der Käserei beschreibt diesen regionalen Kreislauf. Er zeigt ganz konkret, wie mehrere Erzeugnisse miteinander verbunden sein können.

Buchen Sie eine Führung auf der offiziellen Website von Lupulus und prüfen Sie den angegebenen Treffpunkt, der nicht mit dem Restaurantparkplatz identisch ist. Der Besuch lässt sich im hauseigenen Bar-Restaurant oder bei einem Spaziergang um Courtil verlängern. Hinter dem Wolf stehen so wieder ein Dorf, eine Familie und handwerkliche Fähigkeiten, die sich weiterentwickeln.

Fotos und Bildnachweise

Foto 1 — Sudhaus von Lupulus in Courtil, aufgenommen 2017. DirkVE · CC BY-SA 4.0 · Quelle.

Foto 2 — Zylindrokonische Gär- und Lagertanks von Lupulus, aufgenommen 2017. DirkVE · CC BY-SA 4.0 · Quelle.

Foto 3 — Die frühere kleine Lupulus-Brauerei in Courtil, 2017, als Zeugnis der Anfänge des Hauses. DirkVE · CC BY-SA 4.0 · Quelle.

Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Erwachsene. Bitte in Maßen genießen.

Zylindrokonische Gär- und Lagertanks von Lupulus, aufgenommen 2017
Die frühere kleine Lupulus-Brauerei in Courtil, 2017, als Zeugnis der Anfänge des Hauses
bottom of page