Blonde de Blaugies: Zitrusnoten auf einer Getreidebasis
In Blaugies setzt eine helle Triple ein 1988 in einer Garage begonnenes Familienabenteuer fort: Getreide, Zitrusnoten und maßvolle Bitterkeit.
Eine Triple aus dem Dorf Blaugies
BDB, ausgeschrieben Blonde de Blaugies, wird in Blaugies in der Gemeinde Dour im Arrondissement Mons gebraut. Das Produktblatt der Brauerei beschreibt eine helle Triple mit 8 % Alkohol, einem zitrusartigen Nachgeschmack auf Getreidebasis und eleganter Bitterkeit. Die Ortsangabe ist wichtig: Blaugies ist kein Stadtviertel von Mons, sondern ein Dorf im gleichnamigen Arrondissement. Dieser Abstecher erschließt eine andere Biergeografie als die der großen nationalen Marken.
Das Abenteuer begann in einer Garage
Die Familienchronik lässt das Unternehmen 1988 mit Pierre-Alex Carlier und Marie-Noëlle Pourtois beginnen. Eine Meura-Anlage wird damals in den Garagen des Wohnhauses eingerichtet. Die Geschichte handelt von einer kleinen Produktion, die zu einem strukturierten Betrieb wird, nicht von einer mittelalterlichen Abtei. 2000 übernimmt Kévin die Leitung der Brauerei. 2018 folgt ein weiterer Schritt mit einem benachbarten Gebäude und einem größeren Sudhaus. Trotz des veränderten Maßstabs liegen die Kontinuitäten in der Familie und ihrem Können.
Was das aromatische Profil erzählt
Die vom Hersteller genannte Getreidebasis und der zitrusartige Abgang geben zwei einander ergänzende Anhaltspunkte. Getreidenoten schaffen ein Fundament, Zitrusfrüchte weisen in eine lebhaftere Richtung. Triple bedeutet nicht einfach dreimaliges Brauen, sondern ordnet das Bier hier einer Familie starker heller Biere zu. Angegeben sind außerdem 20 IBU. Diese Zahl ist ein technischer Indikator. Sie ersetzt nicht das wahrgenommene Gleichgewicht, das auch von Körper und Gärung abhängt.
Eine Bierfamilie mit unterschiedlichen Identitäten
Die Garagengeschichte verhindert, dass das Alter eines Dorfes mit dem eines Unternehmens verwechselt wird. Ein weiteres aufschlussreiches Detail: Andere Namen des Sortiments spielen auf regionale Gestalten oder die Einwohner von Blaugies an. BDB stellt dagegen unmittelbar den Dorfnamen in den Vordergrund. Die Brauerei erklärt, dass ihre Biere ungefiltert sind und in Flasche oder Fass nachgären. Diese methodische Gemeinsamkeit beseitigt nicht die Unterschiede bei Farbe, Rohstoffen und Profilen der einzelnen Sorten.
Einen Entdeckungsstopp vorbereiten
Der offizielle Eintrag von VisitMons bestätigt den Standort und stellt das Besucherangebot vor. Besichtigungs- und Kaufmöglichkeiten sind vor der Anreise zu prüfen. Eine Produktionsadresse verspricht keinen freien Zugang. Name und Etikett helfen, die BDB von der Moneuse oder einer Sonderedition zu unterscheiden. Über den offiziellen Link lässt sich das Produkt ohne diese Verwechslung finden.
Bitte in Maßen genießen.
Fotos und Bildnachweise
Foto 1 — Der Belfried von Mons, aufgenommen im April 2010: Wahrzeichen des Arrondissements, zu dem Blaugies gehört. Jean-Pol GRANDMONT · CC BY-SA 3.0 · Quelle.


