Montauban-Buzenol: der Wald bewahrt Geschichten
Befestigungsreste, ein Lapidarium und alte Eisenwerke verbinden Archäologie und Landschaft zu einer Entdeckung.
Mehrere Leben im selben Wald
In Montauban-Buzenol in der Gemeinde Étalle vereint der Wald Überreste, die zunächst weit auseinanderzuliegen scheinen. Ein befestigter Höhenzug, bearbeitete Steine und alte Eisenwerke bilden jedoch dieselbe Landschaft aus Ressourcen und Rückzugsorten. Die Anlage wurde seit der Eisenzeit genutzt; die sichtbaren Reste gehören größtenteils zu späteren Besiedlungen. Bei der Entdeckung sollte der Blick zwischen Gelände und Bauten wechseln.
Die vor Ort gefundenen gallorömischen Steinblöcke wurden in mittelalterlichen Befestigungen wiederverwendet. Dieser Nutzungswechsel ist ein hervorragender Schlüssel: Ein Stein kann seine erste Funktion verlieren und dennoch sein Bild behalten. Das von Constantin Brodzki entworfene Lapidarium fügt dem Rundgang eine weitere Epoche hinzu. Seine verglasten, teilweise eingegrabenen Zellen sollten die Funde mitten im Wald zeigen.
Ein Museum, das zwischen Bäumen leben sollte
Die architektonische Anekdote liegt in der Aufgabe, ein eigenständiges Standortmuseum im Wald zu schaffen. Der offizielle Architekturführer verzeichnet den Bau als Werk von 1960. Er schützt die Steinblöcke und bleibt dabei zurückhaltend im Hang. Das Museum erwähnt auch die mit Montauban verbundene Legende der vier Haimonskinder. Sie gehört zum Sagenerbe und ist kein Beweis für die Identität der Bewohner des Bergfrieds.
Bereiche und Zugänge genau unterscheiden
Das Musée gaumais erklärt, dass sich das Lapidarium ganzjährig von außen betrachten lässt; innen öffnet es für Gruppen bei einer vereinbarten Führung. Weiter unten finden in den ehemaligen Industrieanlagen nach Programm auch Aktivitäten des Centre d’Art Contemporain du Luxembourg belge statt. Die Öffnungszeiten in Virton dürfen nicht mit dem Zugang zum Waldgelände verwechselt werden.
Planen Sie bei einer Zugreise die Ankunft in Marbehan und danach ein vorbestelltes Taxi zur Anlage Montauban an der Rue de Montauban in Buzenol. Das ist kein kurzer städtischer Fußweg. Konsultieren Sie die SNCB-Informationen, planen Sie die Rückfahrt und fragen Sie nach dem Gelände: Hang, Wurzeln und feuchter Boden können den Besuch erschweren.
Fotos und Bildnachweise
Foto 1 — Reste des mittelalterlichen Bergfrieds von Montauban im Juli 2012; der alte Dateititel dient nicht zur Datierung. Muller claire · CC BY-SA 3.0 · Quelle.
Foto 2 — Ehemalige Eisenwerke von Montauban-Buzenol im Juli 2012. Muller claire · CC BY-SA 3.0 · Quelle.


