SPARKOH!: Wissenschaftsabenteuer in Frameries
In Frameries wird ausprobiert, gefragt und spielerisch Wissenschaft entdeckt. SPARKOH!, ehemals Pass, gibt der Zeche Crachet ein neues Leben: Industriearchitektur und Neugier tun sich für diesen Ausflug zusammen.

Von der Zeche zum Ort der Neugier
Die Anlage Crachet gehört zur Bergbaulandschaft des Borinage. Fördergerüst, Industrievolumen und Halde erinnern an Tätigkeiten, die die Region lange strukturierten. Das Projekt des Parc d’aventures scientifiques verwendet diese Spuren weiter, statt sie auszulöschen. Ziel ist eine neue Nutzung an einem Ort, dessen Geschichte lesbar bleibt, verbunden mit Kulturerbe, Wissen und Freizeit.
Architekt Jean Nouvel entwarf den Umbau und verband alte Gebäude mit heutigen Eingriffen. Im Mai 2000 eröffnete das Zentrum als Pass. Steg und Verkehrsflächen ahmen keine verschwundene Fabrik nach: Sie setzen die Geländeelemente in Beziehung und laden zur Bewegung in einer Architektur ein, die ebenso entdeckt werden will wie die Ausstellungen.
Warum Pass heute SPARKOH! heißt
Der Namenswechsel erfolgte im September 2021. Er bewahrt den Projektgeist und drückt seine Identität deutlicher aus: ein Funke Neugier zusammen mit dem Staunen über ein gelungenes Experiment. Eine kleine aufschlussreiche Anekdote: Ein Wissenschaftszentrum definiert sich nicht allein durch vermitteltes Wissen, sondern auch durch den Moment, in dem jemand sich traut auszuprobieren, zu irren und dann zu verstehen.
Dieser Ansatz gibt dem Ort einen anderen Ton als einem Museum, in dem man nur Gegenstände ansieht. Hier sind Besucher zur Teilnahme eingeladen. Entdeckung geschieht durch Körper, Sinne, Austausch und Spiel. Erwachsene müssen die Antwort nicht im Voraus kennen, um mit Kindern den Besuch zu teilen: Gemeinsam zu suchen gehört gerade zum Erlebnis.
Wissenschaft erleben, drinnen und draußen
Interaktive Ausstellungen und Veranstaltungen erschließen Wissenschaft und Technik durch erkundbare Stationen. Das Programm entwickelt sich weiter und kann Herausforderungen, praktische Versuche, Filme und begleitete Aktivitäten verbinden. Die Vielfalt führt von einer Beobachtung zur Handlung und zum Hinterfragen dessen, was man verstanden zu haben glaubte. Entscheidend ist nicht Tempo, sondern die Verbindung mit Alltagsphänomenen.
Die Außenräume geben dem Tag eine andere Atempause. Bergbaulandschaft und Spielzonen erinnern daran, dass Wissenschaft nicht im Saal eingeschlossen bleibt. Auch die Halde wird zum Träger der Landschaftslektüre. Uns interessiert besonders diese Verknüpfung: Der Ausflug bringt Bodenressourcen, menschliche Erfindungen und Gegenwartsfragen ins Gespräch.
Einen Ausflug für mehrere Generationen einfach planen
Das Zentrum bietet schon für junge Kinder geeignete Angebote, wobei sich Zielgruppen von Räumen und Aktivitäten unterscheiden können. Prüfen Sie Tagesaktivitäten und Teilnahmebedingungen, statt alles für jedes Alter geeignet zu halten. Einige Versuche auszuwählen, Zeit zum Wiederholen zu lassen und Pausen einzubauen gibt der Entdeckung oft mehr Sinn als ein Rundgang im Laufschritt.
SPARKOH! ergänzt die großen historischen Orte des Hennegaus, ohne ihnen zu gleichen. Man kommt aus Freude am Verstehen und schafft eine gemeinsame Erinnerung rund um einen Versuch, eine Überraschung oder Herausforderung. Kalender, Zeiten und Reservierungen sind auf der offiziellen Website zu prüfen. Crachet erzählt so von einer überzeugenden Umnutzung: Wo früher eine Ressource abgebaut wurde, sollen heute Ideen entstehen.
Fotos und Bildnachweise
Foto 1 — Gebäude des Wissenschaftszentrums und ehemaliges Fördergerüst des Crachet in Frameries, fotografiert 2019. Jamain · CC BY-SA 4.0 · Quelle: Wikimedia Commons.
Foto 2 — Innenansicht des Wissenschaftszentrums von Frameries, ehemals Pass, 2019. Jamain · CC BY-SA 4.0 · Quelle: Wikimedia Commons.
Foto 3 — Spielbereich und Fördergerüst der früheren Zeche in Frameries 2019. Jamain · CC BY-SA 4.0 · Quelle: Wikimedia Commons.




