top of page

Alte wallonische Gasthöfe: Wie reiste und aß man früher?

1. Sept.
1 Min. Lesezeit

Vor Eisenbahn und Auto bot der wallonische Gasthof Reisenden und ihren Pferden Essen, ein Bett, Neuigkeiten und eine Raststation.


Ein wallonischer Gasthof des 19. Jahrhunderts mit Postkutsche, Reisenden und einer am Feuer zubereiteten Mahlzeit

Eine Etappe auf der Straße


Gasthöfe entstanden an Wegkreuzungen, Brücken, Märkten oder Relaisstationen. Reisende fanden dort ein Dach, Wärme und eine gewisse Sicherheit für die Nacht. Wenn der Betrieb als Relaisstation diente, konnten Pferde gefüttert, ausgeruht oder gewechselt werden.


Man aß, was das Haus anbieten konnte


Eine Speisekarte im heutigen Sinn gab es nicht immer. Je nach Jahreszeit und örtlichem Angebot wurden gern Suppe, Brot, Käse, Wurstwaren, Eier oder ein Schmorgericht serviert. Ein gemeinsamer Kochtopf machte es möglich, mehrere ankommende Reisende zu verpflegen, ohne ihre genaue Ankunftszeit zu kennen.


Ein Ort der Information


Der Gasthof verband die Einwohner mit der Außenwelt. Kutscher, Händler, Soldaten und Reisende brachten Nachrichten, Gerüchte und Post mit. Man verhandelte, warb Arbeitskräfte an, diskutierte und erledigte mitunter Geschäfte. Das Essen war untrennbar mit diesem Kommen und Gehen verbunden.


Noch heute sichtbare Spuren


Manche wallonischen Häuser erinnern mit ihrem großen Tor, ihrem Hof oder den ehemaligen Stallungen an ihre Vergangenheit als Relaisstation. Wer genau hinsieht, versteht eine Zeit, in der Reisen langsames Vorankommen bedeutete, vom Wetter abhing und die Straße von einem Gasthof zum nächsten gemessen wurde.


bottom of page