Lütticher Peket: die Geschichte einer Spirituose der Volkskultur
Peket ist weit mehr als ein kleines Glas Genever: In Lüttich gehört er zu Festen, wallonischer Sprache und volkstümlicher Erinnerung.

Ein wallonischer Name
Peket, Pekêt oder Pèket bezeichnet in Wallonien einen Wacholderschnaps, der besonders mit Lüttich verbunden ist. Das Wort bezieht sich auf den Wacholder und seine würzigen Beeren. Seit 1989 ist die wallonische geografische Bezeichnung geschützt.
Ein Getränk des Volkes
Peket war lange in Kneipen, unter Arbeitern und in einfachen Stadtvierteln verbreitet. Sein kleines Glas, seine unmittelbare Wärme und sein unverstellter Geschmack passten zu geselligen Momenten. Diese Geschichte erklärt seine Verbindung zu einer eher alltäglichen als zeremoniellen Kultur.
Der Geschmack der Lütticher Feste
Die Feierlichkeiten am 15. August in Outremeuse und andere wallonische Veranstaltungen haben sein Bild gestärkt. Man trinkt ihn im kleinen Glas, mitunter auch in aromatisierten Varianten. Hinter den modernen Geschmacksrichtungen bleibt jedoch die Verbindung zum traditionellen Wacholder bestehen.
Ein Kulturerbe, das Respekt beim Genuss verlangt
Folklore nimmt dem Alkohol nichts von seiner Stärke. Peket entdeckt man langsam, wegen seiner Getreide- und Wacholdernoten und im geselligen Rahmen. Sein Wert liegt weniger in der Menge als darin, was er von Lüttich erzählt: Sprache, Fest und gemeinschaftliche Erinnerung.





