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Terrassen ohne Rauchen und Dampfen: Was sich 2027 in Belgien ändert

1. Sept.
2 Min. Lesezeit

Das Datum steht nun fest: Ab dem 1. Januar 2027 werden öffentlich zugängliche Terrassen in Belgien rauchfrei. Das Verbot betrifft auch elektronische Zigaretten. Was bis vor Kurzem ein politisches Vorhaben war, wurde im Juli 2026 von der Abgeordnetenkammer verabschiedet und in einem Gesetz vom 11. August 2026 verankert.


Für das Gastgewerbe ist dies deshalb keine ferne Möglichkeit mehr. Restaurants, Cafés und Bars haben einige Monate Zeit, ihre Beschilderung anzupassen, ihre Teams zu informieren und den Gästen die neue Regel zu erklären.


Eine belgische Caféterrasse mit Piktogrammen zum Rauch- und Dampfverbot ab 2027

Was sich genau ändert


Bis Ende 2026 kann Rauchen auf bestimmten, als ausreichend offen geltenden Terrassen unter Beachtung der bereits anwendbaren Regeln noch erlaubt sein. Ab 2027 verliert diese Unterscheidung für öffentliche Terrassen des Gastgewerbes ihre Bedeutung: Zigaretten und Dampfen werden dort verboten sein.


Die Maßnahme betrifft auch die in den neuen Vorschriften erfassten unmittelbaren Umgebungsbereiche; öffentliche Raucherräume werden abgeschafft. Elektronische Zigaretten werden wie Tabak behandelt. Ein Gast darf deshalb nicht unter dem Vorwand am Tisch dampfen, dass weder Verbrennung noch Asche entstehen.


Welche Pflichten gelten für die Betriebe?


Der Betreiber muss eine klare Beschilderung anbringen und rauchende oder dampfende Personen auffordern, aufzuhören. Er kann verantwortlich gemacht werden, wenn das Verbot nicht richtig gekennzeichnet ist, Verstöße geduldet werden oder Gegenstände offensichtlich zum Rauchen anregen. Auch der Verbraucher, der die Regel verletzt, bleibt für sein Verhalten verantwortlich.


Für bestimmte Veranstaltungen wie Jahrmärkte, Weihnachtsmärkte, Festivals oder Straßenverkaufsfeste können vor Ort zeitweilige Ausnahmen beschlossen werden. Das ist keine allgemeine Ausnahme für gewöhnliche Terrassen.


Warum werden Terrassen einbezogen?


Das erklärte Ziel ist, die Rauchbelastung zu verringern und Rauchen weniger sichtbar zu machen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Nach föderalen Zahlen rauchen noch 17,6 % der Bevölkerung, 12,8 % täglich. Auch die elektronische Zigarette hat sich etabliert, besonders deutlich bei jüngeren Menschen.


Auf einer Restaurantterrasse endet Rauch nicht an der Tischkante. Er zieht mit dem Wind weiter, erreicht Nachbartische und gelangt manchmal ins Innere zurück. Das neue Gesetz schafft eine einheitliche Regel, wo offene, halboffene oder überdachte Anordnungen häufig zu Diskussionen führten.


Welche Folgen hat das für das Restauranterlebnis?


Für viele Gäste verspricht die Maßnahme eine angenehmere Terrasse: keinen Rauch mehr beim Essen, weniger Geruch in der Kleidung und einen stimmigeren Übergang zwischen Innenraum und Außenbereich. Raucher und Dampfer müssen dagegen die Terrasse verlassen und sich weit genug entfernen, bevor sie ihr Produkt verwenden.


Die Gastronomen werden eine Anpassungsphase bewältigen müssen. Schon bei der Ankunft sichtbare Hinweise, eine einfache Mitteilung bei Gruppenreservierungen und einheitliche Anweisungen für das Team verhindern die meisten Konflikte. Auch das Entfernen der Aschenbecher von den Tischen setzt ein konkretes Zeichen, wobei die praktische Umsetzung den endgültigen offiziellen Informationen folgen muss.


Eine landesweite Regel, ein örtlicher Übergang


Der Erfolg hängt weniger von einem repressiven Ton ab als davon, dass alle die Regel verstehen. Indem das Gastgewerbe das Datum klar ankündigt und die Vorschrift an jedem Tisch gleich anwendet, kann es eine regulatorische Anforderung in eine sichtbare Verbesserung der Gastfreundschaft verwandeln.


Quellen


Föderaler Gesundheitsminister — Verbot ab dem 1. Januar 2027: https://vandenbroucke.belgium.be/fr/actualites/interdiction-de-fumer-et-de-vapoter-en-terrasse-partir-du-1er-janvier-2027


Abgeordnetenkammer — Gesetzgebungsdossier 56K1619: https://www.lachambre.be/kvvcr/showpage.cfm?cfm=%2Fsite%2Fwwwcfm%2Fflwb%2Fflwbn.cfm%3Flegislat%3D56&dossierID=1619&language=fr&section=%2Fflwb


Nachrichten der Föderalregierung: https://news.belgium.be/fr/interdiction-de-fumer-dans-certains-lieux


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